ein Forum für den vor-professionellen Musikernachwuchs
Das bundesweite Jugendsymphonieorchester Österreichs veranstaltet jährlich mehrere Orchesterphasen mit anschließenden Konzerten und Tourneen. Die Teilnahme im WJO ist für junge Musiker:innen von 16 bis 26 Jahren eine wichtige Ergänzung zur Ausbildung an Musikuniversitäten und Konservatorien und bietet wertvolle Orchestererfahrung für ihre Musikerlaufbahn.
ein Klangkörper, der international Anerkennung findet und künstlerische Maßstäbe setzt
Als Sympathieträger mit der Ausstrahlung von jugendlicher Professionalität und Spielfreude finden die Konzerte des WJO begeisterte Resonanz bei Publikum und Presse. Davon zeugt die Zusammen-arbeit mit großen Konzertveranstaltern in Österreich und bei renommierten Festivals in ganz Europa. Unter der Leitung von Chefdirigent Herbert Böck wurde das Wiener Jeunesse Orchester beim World Youth Music Forum 1998 in Moskau mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
ein Sprungbrett in den professionellen Musikerberuf
Das WJO hat sich als Nachwuchsschmiede für künftige Orchestermusiker:innen bewährt: Seine Mitglieder sind heute in den führenden österreichischen Orchestern vertreten (darunter bei den Wiener Philharmonikern, Wiener Symphonikern, dem ORF/RSO Wien, der Wiener Volksoper, den Tonkünstlern NÖ, dem Bruckner-Orchester Linz, dem Mozarteum Orchester Salzburg, der Camerata Academica Salzburg, dem Klangforum Wien). Viele von ihnen unterrichten heute als Instrumental-pädagog:innen an Musikuniversitäten, Konservatorien und Musikschulen und bringen ihre Erfahrungen als Dozent:innen in das WJO ein.
die motivierende und ambitionierte Zusammenarbeit
von Dozent:innen, Chefdirigent, Gastdirigent:innen, Musiker:innen und Organisationsteam! Die Programme werden unter der Betreuung von Dozent:innen in Stimmproben, danach in Streicher- Bläser- und Schlagwerkproben erarbeitet, bevor die symphonische Besetzung zu den Tutti-Proben zusammentritt. Eine Grundvoraussetzung für das künstlerische Niveau bilden die jährlichen Probespiele unter Mitwirkung einer anerkannten Jury für jede Instrumentengruppe. Für die Identifikation der jungen Musiker:innen mit „ihrem“ Orchester spielt ebenso das Mitspracherecht durch ein gewähltes Orchesterkomitee eine führende Rolle.
ein engagierter Partner in einem Netzwerk von Kooperationen
mit der Musikalischen Jugend Österreichs (Jeunesse – musik.erleben seit 1987) bis zur fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Partnerorchestern der European Federation of National Youth Orchestras (EFNYO), mit Musikuniversitäten und Konservatorien im In- und Ausland sowie mit einer Reihe von Förder:innen, unter denen die Unterstützung der Friedrich Flick Förderungsstiftung maßgeblich hervorzuheben ist.

AKTUELLER RÜCKBLICK
Sommerarbeitsphase: 18. Juli – 2. August 2024
Probenphase in Wien und Konzertreise nach Rumänien: Konzerte im Atheneum
Bukarest (mit Rundfunkübertragung) und in Sinaia
Programm:
- Leonard Bernstein: Ouverture zur Oper „Candide“
- Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert D-Dur op. 35
- Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1,D-Dur
Violine: Daniel Auner
Dirigent: Herbert Böck
Herbstarbeitsphase: 26. Oktober – 5. November 2024
mit Konzert im großen Musikvereinssaal Wien am 5. November
Programm:
- Gottfried v. Einem: Tanzrondo op. 27 für Orchester
- Richard Strauss: Konzert für Horn u. Orchester Nr. 1, Es- Dur, op. 11
- Sergej Rachmaninoff: Symphonische Tänze op. 45
Horn: Katharina Paul
Dirigentin: Katharina Wincor
Frühjahrsarbeitsphase: 26. April – 4. Mai 2025
Probenphase und Konzert im Lorelysaal Wien
Programm:
- Sergej Prokofieff: Symphonie Classique
- Edward Elgar: Streicherserenade
- Antonin Dvorak: Bläserserenade
- Felix Mendelssohn – Bartholdy: Symphonie Nr. 4
Dirigent: Herbert Böck
Herbstarbeitsphase: 30. September – 9. Oktober 2025
Probenphase und Konzert mit Ö1 Übertragung im Großen Musikvereinssaal
Programm:
- Ludwig v. Beethoven: „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43
- Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77
- Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4, G-Dur
Sopran: Martha Matscheko
Violine: Leonhard Baumgartner
Dirigent: Herbert Böck

Die beruflichen Anforderungen an Nachwuchsmusiker:innen reichen heute weit über die technische und musikalische Ausbildung hinaus, die an Musikschulen, Musikuniversitäten und Konservatorien angeboten wird. Die Fähigkeiten des Ensemblespiels und der Erwerb von Auftrittspraxis und Tourneeerfahrung im symphonischen Orchester schaffen bereits im jungen Alter eine wichtige Basis für den späteren Berufseinstieg. Darüber hinaus trainieren die Orchestermitglieder im WJO zusätzliche Kompetenzen und Fähigkeiten, die sie für auf ihrem professionellen Karriereweg benötigen. Dazu gehören Führungsqualitäten, soziale und interkulturelle Kompetenzen ebenso wie unternehmerisches Denken, Risikobereitschaft, Managementfähigkeiten, Teamarbeit, kommunikative Kompetenz und mentale Stärke zur Bewältigung der geforderten Spitzenleistungen bei Probespielen, Wettbewerben und auf den großen Konzertpodien. Die heutige Generation junger Musiker:innen sieht sich durch den starken Wettbewerb in Ausbildung und Beruf mit großen Herausforderungen konfrontiert und steht gleichzeitig vor der Erfordernis, einem zunehmend weniger an klassischer Musik interessiertem Publikum durch den Einsatz von pädagogischen Fähigkeiten den Zugang zum Live-Konzerterlebnis zu vermitteln.
Hier setzt die Förderphilosophie der Friedrich Flick Förderungsstiftung an, die seit 2009 die ganzheitliche Nachwuchsförderung im Wiener Jeunesse Orchester als führendes Jugend-symphonieorchester Österreichs nachhaltig unterstützt. Die Orchesterphasen und Konzerttourneen, die durch die großzügige Unterstützung der Stiftung ermöglicht wurden, umfassen ein breites Repertoire von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik, welches die jungen Musiker:innen als Botschafter Österreichs einem begeisterten Publikum u.a. auf Konzertreisen nach Deutschland, in die Niederlanden, nach Italien, Polen, Rumänien und in die Slowakei präsentieren.
Ergänzend dazu unterstützt die Stiftung auch die 2014 gegründete WJO Akademie, welche unter der Führung anerkannter Dozent:innen innovative Trainingsformate in den Bereichen Musikvermittlung und Moderation, Karriereplanung, Probespieltraining, Projekt- und Selbstmanagement, Musikersupervision und Musikergesundheit bietet, sowie verstärkt Kompetenzen zur Entwicklung innovativer Berufsprofile für junge professionelle Musiker:innen vermittelt.
Mit ihrem langjährigen Engagement setzt die Friedrich Flick Förderungsstiftung für das Wiener Jeunesse Orchester eine nachhaltige Maßnahme im Sinne des Maecenatentums und hilft einer der wichtigsten Nachwuchsförderungsinstitutionen Österreichs genau dort, wo öffentliche Förderungen nicht ausreichen, um die jährliche finanzielle Basis zu gewährleisten.


Mehr unter:
WJO Website – http://www.wjo.at/
WJO Facebook – https://www.facebook.com/wjorchester
WJO YouTube – https://www.youtube.com/user/WienerJeunesseOrch
WJO Instagram – https://www.instagram.com/wienerjeunesseorchester/?hl=de
Bildnachweis: WJO Archiv (Bild 1-4), FNeumueller (Bild 5)
